Taschenspielerin

Wie bereits im ersten Blogartikel zum Thema Magic Cleaning angekündigt, hier nun ein weiteres Kapitel zum Thema Ausmisten. Dieses Mal waren die Handtaschen dran und wie befürchtet, war es etwas schwieriger sich von den Handtaschen zu trennen als von Kosmetikartikeln. Dies liegt ganz einfach daran, dass mit Handtaschen - genauso wie mit Kleidungsstücken - Erinnerungen verknüpft sind und da fällt es schwerer, etwas wegzugeben, weil man unbewusst befürchtet, auch die Erinnerung wegzugeben. Aber von diesem Gedanken muss man sich lösen, wenn man radikal ausmisten will. Erinnerungen sind im Kopf und im Herzen und wenn sie dort nicht mehr sind, dann ist das ok so und der dazugehörige Gegenstand muss auch nicht mehr da bleiben, wenn er nicht mehr glücklich macht. Immer an den wichtigsten Leitsatz denken: Nur, was Dich glücklich macht, darf bleiben. 

vorher

Da war es also, das pièce de résistance, das sich allen halbpatzigen Aufräumversuchen beharrlich widersetzte. Nach dem Lesen von Marie Kondos Buch "Magic Cleaning" wusste ich auch warum. Ich hatte zu viele Taschen und vor allem zu viele, die mich nicht glücklich machten. Da das Regal mittlerweile zu klein für die vielen Taschen war, war es schwierig, Ordnung zu halten. Nun hätte ich auch ein grösseres Regal kaufen können, aber die kommenden Monate werden im Zeichen der Reduktion und nicht der Vermehrung stehen.

 

Die Regeln der KonMari-Methode lauten grob zusammengefasst wie folgt:

  • es wird nicht nach Zimmer aufgeräumt sondern nach Kategorien
  • Man beginnt mit einer Kategorie, bei der das Ausmisten leicht fällt (Vorgaben dazu im Buch)
  • Alle Dinge derselben Kategorie werden zusammengetragen (man kann Unterkategorien bilden)
  • Dann kommt die Entrümpelung und zwar rigoros
  • Beim Aussortieren ist nur eine Frage wichtig: "Macht mich das glücklich"?
  • Wenn entrümpelt ist, erhalten alle Dinge, die man behalten will und die glücklich machen ihren Platz und dorthin werden sie nach Gebrauch auch wieder konsequent verräumt.


mittendrin

Wie in der Anleitung von "Magic-Clearing" beschrieben, habe ich die Taschen alle zusammengetragen und auf einen Haufen getürmt. Dadurch sieht man eindrücklich wie viel Zeugs man besitzt, nämlich 31 Stück Handtaschen. 

Davon landeten nun 8 Stück entweder in der Brockenstube (schweizerdeutsch für second hand Warenhaus) oder im Abfall. Gemeinsam mit den 1000 unnützen Dingen, die in den Handtaschen aufgefunden wurden. 

nachher

Übrig geblieben sind "nur" noch meine Lieblingstaschen. Zugegeben, es sind immer noch viele. Aber immerhin türmen sie sich nicht mehr kreuz und quer über einander sondern stehen schön und einfach greifbar neben einander. Wahrscheinlich habe ich mehr Taschen als Schuhe, aber diese Taschen sind regelmässig und mit Freude im Einsatz und darum geht es. 


Alle Taschen sind nun leer und aufgeräumt. Da ich meine Taschen jeden Tag wechsle und auf das Outfit abstimme, werde ich in Zukunft einen Handtaschen-Einsatz benutzen, in dem ich den Kleinkram verstaue und dann so bequem von Tasche zu Tasche transferieren kann. 

 

Gesehen z.B. hier

Einen interessanten Blog-Artikel zum Thema Aufräumen und Reduktion aufs Wesentliche findet ihr bei meiner Blogger-Kollegin Melanie vom Blog www.rubenesque.ch und zwar hier.

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