Magic-Cleaning - oder das etwas andere Vorher-Nachher

Seit geraumer Zeit habe ich das Bedürfnis nach mehr Luft und Raum in meinem Leben. Obwohl es mir nicht sehr schwer fällt, mich von Dingen zu trennen und insbesondere beim Umzug vor 1 Jahr bereits viele unnütze Dinge den Weg in den Abfall gefunden haben, so habe ich dennoch gemerkt, dass noch mehr weg muss. Sei es bei den Schuhen, Kleidern oder insbesondere in meiner Kosmetikabteilung. Ich schaffe regelmässig Ordnung in meinen Schränken und doch schleicht sich das Chaos immer wieder ein. Nach Lesen des Buchs von Marie Kondo bin ich zum Schluss gekommen, dass ich einfach zu viele Dinge besitze, um überhaupt noch Ordnung halten zu können. Hier nun also das "Vorher-Nachher" in meinen Kosmetik-Schränken (eine Auswahl). 

vorher

 

Die Regeln der KonMari-Methode lauten grob zusammengefasst wie folgt:

  • es wird nicht nach Zimmer aufgeräumt sondern nach Kategorien
  • Man beginnt mit einer Kategorie, bei der das Ausmisten leicht fällt (Vorgaben dazu im Buch)
  • Alle Dinge derselben Kategorie werden zusammengetragen (man kann Unterkategorien bilden)
  • Dann kommt die Entrümpelung und zwar rigoros
  • Beim Aussortieren ist nur eine Frage wichtig: "Macht mich das glücklich"?
  • Wenn entrümpelt ist, erhalten alle Dinge, die man behalten will und die glücklich machen ihren Platz und dorthin werden sie nach Gebrauch auch wieder konsequent verräumt.

 

Beispiel: Wenn man Kleider ausmistet, dann trägt man sämtliche Kleider aus der gesamten Wohnung zusammen, egal wo sie sich gerade befinden. Also z.B. aus dem Keller, Hobbyraum, Schlafzimmer, Ankleidezimmer usw. Dann richtet man alles auf einen Haufen auf und fängt an die Dinge zu sortieren. Natürlich kann man Unterkategorien bilden, wie z.B. Schuhe oder Oberteile, Jacken, Hosen. Wichtig ist, dass man alles aus der gleichen Kategorie zusammenträgt. Beim Aussortieren stellt man sich nur eine wesentliche Frage: "Macht mich diese Sache glücklich?". Bei einem eindeutigen Ja, kommt sie auf die Seite "Behalten". Bei einem Zweifel kommt sie auf den Haufen "weg damit".  Letzten Sonntag Abend habe ich nun also all meinen Kosmetik-Kram im Wohnzimmer zusammengetragen. Das sah dann aus wie auf dem nächsten Bild...(das Haar-Zubehör ist eine eigene Unterkategorie und auf diesen Bildern nicht enthalten!*hüstel*).

mittendrin

Da war er also, der Haufen Kosmetik-Kram. Es kostete mich 2 Stunden, jede einzelne Sache durchzugehen und mir immer wieder die Frage zu stellen: Macht mich das glücklich? Dieser Lidschatten, der zwar neu, aber seit 3 Jahren ungebraucht ist? Oder diese Gesichtscreme, die zwar wirklich teuer war, die sich auf meiner Haut aber komisch anfühlt? Ganz offensichtlich machen mich diese Dinge und viele mehr nicht glücklich. Am Schluss war die Kiste sehr viel leerer als vorher und dann ging es nur noch ums Einräumen in die Schränke. Das machte unheimlich viel Spass, weil man dann eben wusste, dass man nur noch Sachen reinstellt, die glücklich machen und jede Sache ihren Platz bekommen hat. Ein tolles Gefühl! 

nachher

Voilà, die neue Ordnung. Seit 2 Tagen sieht das nun so aus  was soll ich sagen: 

- es macht Spass

- es spart Zeit

- es erleichtert irgendwie die Seele. 

 

Und das war nur der Anfang. Die Schuhe habe ich bereits vor ein paar Tagen mit derselben Methode ausgemistet. Als nächstes kommt das Regal mit Handtaschen dran. Das wird etwas schwieriger, denn an meinen Taschen hänge ich doch etwas mehr als an meinen Lidschatten und Cremes. 

 

Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr Jägerinnen und Sammlerinnen oder habt ihr nur eine kleine aber feine Auswahl an Kosmetika in euren Schränken? 

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Kommentare: 3
  • #1

    maminka (Freitag, 16 Oktober 2015 00:53)

    To se dobře čte,než jdu spát :-) YU

  • #2

    Carola Meili (Donnerstag, 28 Januar 2016 21:49)

    Danke für den spannenden Beitrag. Ich habe mir das Buch "Magic Cleaning" von Marie Kondo auch online gekauft und bei Kosmethika habe ich weniger Probleme mit wegschmeissen. Was aber mit all den Dingen, an denen man emotional noch mehr hängt? z.B. einen schönen Wein, den ich mit meinem Freund in einer romantischen Nacht genossen habe? Oder einem Kalender vom letzten Jahr, den wir zusammen im Urlaub gekauft haben? Da wird es für mich wirklich schwierig und mit 50 gibt es halt jede Menge von solchen emotionalisierten Gegenständen. Übrigens habe ich den Preis des Buches bei www.buchpreisvergleich.ch verglichen und dann beim günstigsten Schweizer Onlineshop für Bücher gekauft, finde ich eine gelungene Seite!

  • #3

    Karolina (Sonntag, 31 Januar 2016 10:55)

    Hallo liebe Carola, ich habe für mich entschieden, dass ich bei den emotionalen Dingen halt nicht so radikal vorgehe. Wenn ich so viel Platz geschaffen habe, indem ich überflüssige Alltagsgegenstände weggeworfen habe, bleibt ja dann genügend Raum für emotionalen Krimskrams. :-)
    Danke auch für den Tipp mit der Buchseite! Speichere ich mir gleich ab.